Aufbau einer Schweizer Alpenbahn in Spur N, Teil 11 - 10. 12. 13

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Hallo!

Die kalte Jahreszeit ist wieder da, und es zieht mich wieder vermehrt in den Hobbyraum...
Die letzen Monate ist einiges an der Anlage gemacht worden: Doppelspur-Wendel eingebaut, weitere Wasserversuche erfolgreich abgeschlossen (Fluss, Wasserfall, etc), Haupt-Schattenbahnhof fertig gestellt, verdrahtet und in TC konfiguriert, Loks bei Laune halten (Fahren!), einige Mauern und Tunnelportale gebastelt, Trassen gebaut, den letzten Rahmen erstellt und die dazugehörenden Spanten zugesägt, etc, etc.
Ich werde das alles irgendwann mal in weiteren Einträgen zeigen. Das heutige Thema ist etwas spezifischer, und beschäftigt mich in Gedanken eigentlich schon, seit ich mit der Anlage begonnen habe:
Oberleitung.
Ich war mir lange wirklich nicht sicher, wie ich die Oberleitung auf meiner Anlage realisieren soll. Nur Masten, ohne Fahrdraht? Doch Sommerfeldt-(oder andere) Fahrleitung? Oder lieber Eigenbau-Fahrleitung? Ja. Aber wie genau? Aufwand vertretbar?
Ein Stück Trasse, welches ich JETZT einbauen muss, um weiter arbeiten zu können, das aber für filigrane Arbeiten dann nicht mehr super toll zugänglich ist, nötigte mir schliesslich die Entscheidung ab:
Eigenbau, mit Federstahldraht. Der Aufbau des (oben erwähnten) Stücks ging verblüffend schnell und einfach, und so habe ich mich jetzt entschieden, die ganze Anlage damit zu bestücken!
Hier einige Bilder. Noch ist alles im Aufbau. Aber, es macht wirklich Spass, und die Optik entschädigt für die doch manchmal etwas fummelige Arbeit! Ich hab's mir aber definitiv schlimmer vorgestellt! Dachte immer, es wäre total nervend, ein Riesen-Gefummel, mühsam... aber es ist gar nicht so schwierig!

Viel Spass mit den Bildern
Linus







Das Trassestück, welches nun eingebaut werden muss. Es ist später etwas schwieriger zu erreichen. Das Vorbereiten aller Tunnel-Portale mit "Aufhängung" für die Oberleitung, welche ich überall angebracht habe, hat sich gelohnt!

Etwas unscharf, aber es erwies sich für mich als Foto-Laie schwierig, die Oberleitung gut aufzunehmen. Die Masten hier sind von Sommerfeldt, die Drähte aus 0.4mm dunklem Federstahldraht, welchen ich mit Metallkleber und/oder Sekundenkleber befestige. Löten erwies sich in Versuchen als (fast) unmöglich, und ist auch nicht notwendig.

Die Verbindung von Tragdraht zu Fahrdraht besteht hier aus Kupferdraht gleicher Stärke (er biegt sich viel leichter zur "Büroklammer"-Form, welche hier notwendig ist). Befestigt sind die Verbindungsstreben mit Sekundenkleber. Sie werden noch farblich an den Fahrdraht angepasst.

Detailaufnahme von oben. Wenn ich (auch die vorherigen) Aufnahmen so genau anschaue, bemerke ich, wie schonungslos gemein Detailbilder sein können... Aber für mich ist in erster Linie wichtig, wie das Auge die Szenerie wahr nimmt! Und mit dem, was ich sehe, wenn ich davor stehe, bin ich zufrieden.

Aufnahme aus dem Bahnhofsbereich Thalwil. Die Pantographen sind in der Höhe fixiert und berühren den Fahrdraht nicht. Aus betrieblichen Gründen war mir das sehr wichtig, und das blosse Auge sieht den Abstand zum Fahrdraht eh nicht.

Einfahrt Thalwil im Aufbau.

Oberleitung der Nebenstrecke. Hier habe ich mit verschiedenen Drähten der Verbindung Tragdraht/Fahrdraht experimentiert, welche noch farblich an den Fahrdraht angepasst werden müssen.

Nochmals die Nebenstrecke. Schwierig, die Oberleitung scharf zu fotografieren...


Bis zum nächsten Mal!

Viele Grüsse, Linus

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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von Tiboz am 10. 12. 13
Echt super! Ich find beim besten Willen nix zum bemäkeln! ;-) Viel Spaß beim Weiterbau wünscht
Mario

Kommentar von Pierre am 10. 12. 13
Hallo Linus,

schön wieder vom Fortschritt zu sehen. Dein Projekt fasziniert mich sehr!
Warum hast du dich für diese Stärke des Drahtes entschieden?
Kuswa bietet z.B. Federbronze in 0,3 oder gar 0,2mm, und wenn ich mich nicht irre Federstahldraht von 0,1mm Durchmesser. Das stünde von der filligranität her deiner Anlage bestimmt noch etwas besser zu Gesicht. Von der Anwendung her dürfte es kaum unterschiede geben. Wobei sich die Federbronze sehr gut löten ließe.

Grüße,
Pierre

Kommentar von linus am 10. 12. 13
Hallo Pierre

Vielen Dank für Deinen fachmännischen Kommentar. Es freut mich, dass Dich mein Projekt fasziniert. Und ja, es geht immer weiter, auch wenn ich mich hier nicht allzu oft melde... ;-)
Deine Bemerkungen zur Stärke des Fahrdrahtes sind sicher richtig. Ich habe auf meinen Test-Dioramen (stehen jetzt z.T. in der Schule, wo meine Partnerin unterrichtet - Begeistern des Nachwuchs für was anderes als Playstation und Co...;-)) diverse Methoden und Drahtstärken ausprobiert. Auch die von Dir genannten Beispiele (allerdings nur bis 0.2mm).
Mein Fazit: Für das blosse Auge ist die jetzt gewählte Anordnung die Beste. Alles, was dünner war, konnte man auf die Distanz überhaupt nicht mehr sehen (und auf meiner Anlage liegen viele Gleistrassen etwas in der Distanz), und hat mich überhaupt nicht überzeugt.
Vielleicht ist es für Detail-Fotos (Zoom) anders, da hast Du sicher recht. Aber ich baue meine Anlage für den Betrachter, der davor steht. Es verhält sich in meinen Augen ein bisschen wie mit dem Gleisschotter: Ich verwende HO fein, gemischt mit HO normal. Mit masstäblichem N-Schotter erzielte ich überhaupt keine realistische Wirkung auf der Anlage - mehr ein Gleis, das wie auf einem Sandhaufen liegt! Das Auge mag manchmal das etwas grobere, körnigere lieber, wenns um diese ganz kleinen Sachen geht. Aber da muss wohl jeder für sich die optimale Anordnung finden.

Beste Grüsse
Linus

Kommentar von joka am 11. 12. 13
moinmoin linus,

eine klasse arbeit, die durch eine überzeugende optik belohnt wird. genau, mario´s kommentar ist nichts hinzuzufügen.

viel spaß beim winterlichen weiterwerkeln wünscht mit

hg
jörg

Kommentar von Loko am 11. 12. 13
Moin Linus,

mir gefällt das auch sehr gut! Sieht super aus. Vie Spaß weierhin,
Grüße
Alex

Kommentar von ao4w am 11. 12. 13
Hallo Linus

Schön wieder mal was zu lesen von dir.
Sieht echt super aus das Ganze. Ich denke, dass ich die Oberleitung bis zum Schluss in der Kiste lasse. Ich habe grosse Angst davor, dass ich diese sonst beim weiterbauen wegreisse.

Dein Trassestück mit dem Spurwechsel gefällt mir sehr gut!!!
Weiter so.

Gruss Michi

Kommentar von Julius am 12. 12. 13
Hallo Linus,

ganz großes Kino - nicht nur der Fahrdraht, alles!
Da ich selbst auch mit Fahrdraht baue, sehe ich Deine Aufbauten mit großem Respekt!

Toll!

Grüße
Julius

Kommentar von Pierre am 16. 12. 13
Hallo Linus,

alles klar, das klingt schlüssig, ist wohl auch Geschmackssache und auf was das Auge geschult ist.
Ich wünsch dir weiterhin viel Ausdauer und ein glückliches Händchen,
Pierre

Kommentar von wolfgang(berlin) am 21. 12. 13
Hallo Linus,

wie immer klasse Bilder, und ich bin für Ruhmeshalle - oh,anderes Forum,sorry.
Meine neue Anlage wird auch mit Oberleitung,ich tendiere z.z mit Viessmann Masten und 0,3 Stahldraht als Fahrleitung.Sind die Arkaden und Tunnel aus Heki-Dur Platten?
Einen schönen jahreswechsel wünscht Dir
wolfgang(berlin)

Kommentar von linus am 23. 12. 13
Hallo zusammen
Vielen Dank an alle für die netten Kommentare, welche mich natürlich sehr motivieren. Wolfgang, auch Dir sei gedankt, Du hast recht: Die Mauern und das Portal beim Spurwechsel auf den ersten Bildern habe ich aus HEKI-Dur Platten gebaut/geritzt. Manche Mauern baue ich so, andere mit Gips. Wie es eben grad einfacher ist.

Schöne Grüsse
Linus

Kommentar von Andreas K. am 26. 12. 13
Hallo Linus,

einfach absolut toll! Auch toll fotografiert. Ich freue mich schon auf weitere Bilder von dir.

Schöne Grüße aus dem Norden

Andreas K.

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