Kohlenbansen und Feldbahngleis - 11. 6. 11

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Moin,

meine Schrägbekohlung http://www.mobablog.info/blog.php?id=1302 brauchte noch einen Kohlenbansen - was nützt die tollste Bekohlung, wenn sie nur Luft verladen kann?


Als erstes wurde das Fundament in alle Richtungen verbreitert, dann habe ich Schienenprofile eingepflanzt und auf 20mm Höhe abgeknipst. Meine Preiserlein fanden, daß es wie Wäschepfähle aussah und haben sie gleich entsprechend genutzt.

Bis die Wäsche trocken ist, habe ich Zeit für einen Exkurs: Feldbahngleis. Die Kohlenhunte sollten auf Gleisen laufen, aber wo kriegt man Nf-Feldbahngleis her? Die kommerzeiellen Angebote schienen mir deutlich zu teuer, vor allem wenn man nur 20cm davon braucht. Vor 10 Jahren hatte ich Z-Profile in den Kohlenbansen geklebt, aber was damals nur irgendein Detail auf einer großen Anlage war, wäre jetzt direkt vor der Nase des Betrachters - viel zu grob!

Ich bin wochenlang nicht vorangekommen, bis Tjorben Fleckner den Beitrag über den Schattenbahnhof von Hanstholm gepostet hat. In seinem ersten Beitrag http://www.mobablog.info/blog.php?id=335 entdeckte ich die Feldbahngleise aus Messingdraht und Balsaholz-Schwellen. Kleben auf Balsaholz ist nun gar nicht mein Ding - das muß doch zu löten sein! Ich hab die Schwellen dann aus 0.2mm Kupferblech gefaltet und 08.mm Messingdraht draufgelötet.


In der Newsgroup de.rec.modelle.bahn frug ich dann nach Ideen für einen Gleisplan und hab daraufhin noch eine Drehscheibe gebastelt.


Aber wie das so ist, wenn man fragt, haben andere Leute ganz andere Ideen! Für so eine winzig kleine Bekohlung würden doch Hunte reichen, die direkt auf dem Betonboden fahren, wie z.B. in Bochum-Dahlhausen.
Also hab ich schnell die Küchenschere genommen, einen Hunt aus Kupferblech geschnitten, zusammengelötet und für gut befunden. Die mühsam gebastelten Feldbahngleise waren damit wieder überflüssig...

Der Kohlenbansen erhielt dann auch noch eine Vorderwand aus Altschwellen (die mal wieder aus gespaltenen Stäbchen von Silvesterraketen entstanden)
Ursprünglich hatte ich den Bansen vorne offen lassen wollen, damit man das schöne Feldbahngleis auch sieht, aber ich hätte kaum die Hälfte der angestrebten 130t Kohle untergebracht.


Zum Schluß wurde noch ein Stück Styrodur angepaßt, in Kohlenhaufenform geschnitzt, schwarz angemalt und mit gesiebten Brikettkrümeln bestreut, auch die Hunte wurden mit Kohle gefüllt.

Hoffe, die kleine Bastelei gefällt euch. Als nächstes brauche ich eine Idee, was ich mit dem Feldbahngleis anfange...

martiN.

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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von HWST am 11. 6. 11
Hallo Martin,
das ist dir wieder klasse gelungen. Richtig aus dem damaligen Leben gegriffen, Toll!!
Grüße
Hans-Werner

Kommentar von rumbasteler am 11. 6. 11
Ich finde es Klasse, wunderbar anzuschauen.

Kommentar von Brummi am 12. 6. 11
Hallo Martin!

Sehr schönes Motiv und toll gebaut.

Wenn der Platz es erlaubt, dann leg das Feldbahngleis doch nicht vor sondern bis an die Bekohlungsanlage, schon versandet und verkrautet, also nicht mehr zu benutzen. Dann vielleicht noch einen umgefallenen, verbeulten Kohlehunt dazu, würde sicher gut aussehen und die Bastelei war nicht umsonst.

Richard

Kommentar von Tjorben F. am 13. 6. 11
Das ist ja toll, dass ich hier inspirieren konnte. Mir gefällt deine Bastelei sehr.
Ich lasse mich übrigens auch gerade in Dänemark inspieren und sitze mit Blick auf die Ostsee in meinem Feriendomizil in Arosund.
Tjorben

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