Ein ungewöhnliches Tunnelportal entsteht - 22. 2. 08

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In einem etwas verzwickten Anlagenabschnitt hieß es, mit einem ungewöhnlichen Tunnelportal die Szene zu meistern. Hier führen zwei Hauptgleise durch eine große Tunnelöffnung in und aus dem Berg, etwas weiter oben führt quer eine Strasse entlang und innerhalb des Berges kreuzt hinter einer Pappwand eine Schleife diese Strecke. Zur Vorplanung wurden die Bauteile provisorisch platziert und mit einem Pappstreifen eine Strasse nachgestellt. Damit alles nicht so einfach ist, führt die innere der beiden Haupttrassen in einer Linkskurve nach oben, und die äußere in einer etwas größeren Kurve nach links unten.





So stellte sich der erste Anblick aus Sicht des Lokführers da, das Rohmaterial für das Tunnelportal und die aufgeschnittenen bekannten Pappröllchen, die sich hervorragend für Tunnelröhren eignen.

Von oben gesehen erkennt man als erstes das Tunnelportal, dann seitliche Stützwände und tief im späteren Berg eine weitere Stützmauer vor den Tunnelröhren. Diese hintere Mauer hab ich eingesetzt, weil es der einzig formbare Übergang von zwei Tunnelröhren in einen quadratischen Querschnitt war. Ob dies in Echt realistisch wäre, sei dahingestellt - aber theoretisch baubar wäre es.

Das ganze Tunnelstück von oben und von unten nachdem es mit einem Pappdeckel abgedeckt und die Röhren angeklebt worden sind. Ursprünglich wollte ich noch so etwas wie T-Träger unter die Decke bauen, aber die würde man später doch nicht mehr sehen.


Das vordere Tunnelportal hab ich von ca.3 mm mit Hartschaum auf ca. 10 mm verbreitert, um eine höhere Tragfähigkeit zu simulieren. Mit Feile und Nadel wurde das Mauerwerk nachgebildet.

Kurze Stellprobe auf der Arbeitsplatte mit bereits gealtertem Mauerwerk. Die Röhren wurden anschließend innen auch noch geschwärzt.

Was nach Einbau des Tunnelportales nicht mehr möglich wäre, muss vorab erledigt werden: das Einschottern. Hier hab ich auch gleich meine erste Peco Code 55 Weiche eingeschottert und fast eine unruhige Nacht verbracht, ob die Weiche am nächsten Tag auch noch funktioniert und befahrbar ist. Aber es funktioniert einwandfrei.

Nach allen Vorarbeiten wurde das Tunnelstück eingepasst und fixiert. Nun muss noch außen und innen weiterer Schotter am Mauerwerk und in den Tunnelröhren aufgeschüttet werden, anschließend werden die Tunnelröhren noch mal um jeweils ein Segment verlängert, damit man von vorne nicht die hinteren Öffnungen sehen kann. Den Flugrost an den Gleisen hab ich mit Trockenpulver und Stupfpinsel aufgetragen, aber dies ist noch nicht so ganz gelungen weil es nicht so gleichmäßig wird. Auch sind die Rostfarben in Echt nicht ganz so intensiv, dies ist nur im Foto so verstärkt raus gekommen, obwohl die Tunnelfarben identisch sind.
Vielleicht habt ihr Vorschläge, wie man Flugrost entlang den Gleisen ohne Airbrush gleichmäßig auftragen kann?


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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von ismael am 22. 2. 08
Hallo!

Das ist eine gute Idee, im Tunnel einen "Abzweig" zu machen - sieht schön aus!

lg
ismael

Kommentar von HJBW am 22. 2. 08
Hallo, egal ob realistisch oder nicht: Die Umsetzung gleisplanmäßiger Notwendigkeiten in eine in der Realität zumindest denkbare Modellwirklichkeit ist dir klasse gelungen. Nicht vergessen, hinten im Tunnell noch die freie Durchsicht zu schließen, aber das wirst du sicher vorgesehen haben! Mit Fantasie lassen sich im Modell klasse Lösungen finfen, was du mit deinem Beispiel mustergültig vorgemacht hast. Auch die Fotos und dein Text sind prima.

Gruß und gute Fahrt durch das Tunnelportal.
Helmut (HJBW)

Kommentar von Phil am 24. 2. 08
Hallo!

Schön zu sehen dass die Freunde britischer Modellbahnen langsam aber sicher auch in Festlandeuropa immer zahlreicher werden!

Das Tunnelportal gefällt mir - hebt sich angenehm vom kontinentalen Einheitsbrei des Moba-Mainstreams ab - so richtig englisch halt...

Grüße, Phil

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