Hobbytrain-Taurus tiefer legen - 11. 8. 07

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Habe nun doch meinen Widerstand gegen den Hobbytrain-Taurus wegen des zu hoch liegenden Lokaufbaus aufgegeben, bei der MWB-Lok bin ich schwach geworden. Doch nur, damit mich dieser Fehler noch mehr stört, da ansonsten die Lok gut gelungen ist. Also habe ich mich an einen Umbau der Lok gewagt. Im Folgenden ein kurzer Abriss der Schritte.



Die Lok im Originalzustand: Die Lok ist zu hochbeinig, der Vergleich der Pufferhöhen der Lok mit der korrekten Minitrix 17 bestätigt den Eindruck.



Die umgebaute Lok liegt nun tiefer und die Kontrolle mit der Minitrix 17 zeigt, dass nun auch die Pufferhöhen gut stimmen.


Mit folgenden Eingriffen habe ich die Lok tiefer gelegt:


Rahmen
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Die Rahmenverlängerungen, an denen die Kupplungskulissen befestig sind, habe ich abgetrennt. Die Haltenasen am Rahmen habe ich flacher gefeilt. Das Bild zeigt den modifizierten Rahmen.



Platine
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Auf der Platine habe ich die Spulen mittels steifer Anschlussdrähte über den Motor verlegt (gelbe Pfeile) und zwei SMD-Bausteine versetzt. Zum Versetzen der SMD-Bausteine habe ich die Leiterbahn an den neuen Positionen (rote Pfeile) vor dem Auflöten der Bausteine unterbrochen, an der alten Positionen (blaue Pfeile) dünne Drahtbrücken eingelötet.

Des Weiteren werden die weißen LED's flacher gefeilt (grüne Pfeile; auch auf dem vorigen Bild zu erkennen).



Gehäuse
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Am Gehäuse habe ich die Auflagenasen innen (gelbe Pfeile) entfernt und an der Führerstandsnachbildung die LED-Abdeckung gekürzt (grüne Pfeile).



Kulisse / Pufferbohle
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Die Pufferbohle habe ich von der Kupplungskulisse abgetrennt und ans Gehäuse geklebt (blauer Pfeil). Auf die Kupplungskulisse habe ich einen Deckel aus 0,3 mm Polystyrol geklebt (grüner Pfeil), so dass die Funktion der Kulisse erhalten bleibt. Die so präparierte Kulisse habe ich unter die Lichtleiter geklebt, wobei ich zur Lokmitte hin etwa 0,5 mm zwischenfüttern musste (unteres Bild, roter Pfeil), da sonst die Kulisse sehr schräg gehangen hatte.




Kupplungskopf / Schienenräumer
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Den Kupplungskopf (im Bild ein präparierter Tillig-Kopf) habe ich mit seiner Steckhalterung unten an den Aufnahmeschacht geklebt (gelber Pfeil). Den Schienenräumer habe ich von seiner Halterung getrennt, eine für die Kupplung passende Kerbe hineingefeilt und schließlich an die Kupplung angeklebt (blauer Pfeil). Die Schienenräumerhalterung habe ich ein wenig rundgefeilt, damit sich beim Ausschwenken der Kulisse der Schienenräumer an der Halterung vorbeibewegen kann (rote Pfeile).



Drehgestelle
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Damit sich die Drehgestelle unter dem tiefer liegenden Gehäuse noch drehen können, habe ich sie an den Enden schräg abgefeilt. Wie weit man abfeilen muss, hängt vom kleinsten zu durchfahrenden Raduis (bei mir: 360 mm) und von der Ebenheit der Gleisverlegung ab.



Am Ende habe ich die Lok wieder zusammengesetzt, wobei ich das Klebeband, mit dem die Rastnasen am Rahmen überklebt waren, wieder aufgebracht habe. Dadurch sitzt das Gehäuse in seiner nun tieferen Position nun sicher.


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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von -HGH- am 11. 8. 07
Klasse in Wort und Bild erklärt, Udo! Ich habe ja vor einigen Wochen bei der conrad-Sonderaktion gleich eine Kiste von Tauri zwecks Umlackierung zu je 25,- erworben, da werde ich den Winter über ausgelastet sein. Aber an solch massive Eingriffe wie Du sie beschreibst, traue ich mich nicht. Respekt! Hans-Georg.

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