Überarbeitung Arnold 75 - Teil 2: Glockenanker-Motor - 29. 6. 07

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Nach der ersten optischen habe ich mich nun an die fahrtechnische Überarbeitung der Arnold 75 gemacht und einen Umbausatz von SB-Modellbau in die Lok eingebaut.

Zunächst wird die Lok komplett zerlegt, so dass der nackte Rahmen ohne Zahnräder, Puffer o.ä. überbleibt.

Als nächstes wird für den Motor durch Fräsen im hinteren Teil des Rahmens Platz geschaffen. Zu beachten ist, dass der Motor nicht mittig auf dem Rahmen sitzt, sondern auf die in Fahrtrichtung rechte Seite verschoben ist.

Dann wird noch im Bereich des Schneckenzahnrades die Auflage für den Originalmotor mit einer Hand-Eisensäge abgesägt und plan gefeilt.

Entgegen der Anleitung habe ich die Aussparung hinten tiefer gefräst als vorne, so dass der Motor leicht geneigt liegt.



Die dezentrale Lage und die Neigung der Aussparung ist zu erkennen. Ich habe mir einem Handfräser gefräst, daher ist die Aussparung auch ziemlich ungleichmäßig geworden. Aber das stört eigentlich nicht. Für Umbauwillige: Beim Fräsen Schutzbrille tragen!

Der fertog bearbeitete Rahmen wird gründlich von Metallspänen gereinigt. Ich mache das mit einem kleinen, borstigen Pinsel und durch kräftiges Pusten.

Das Aufsetzen der Platine bestätigt die Umbauanleitung von SB dahingehend, dass auch in der Platine eine Aussparung für den Motor her muss. Dummerweise betrifft die Aussparung teilweise auch die Federung der Stromaufnahme der rechten hinteren Treibachse.

Ich habe das Plastik für die Aussparung mit einem Cutter-Messer geschnitten, die Metallteile (Stromabnahme-Federung) teils gesägt, teils mit einem scharfen Seitenschneider geschnitten.

Im Bild ist zu erkennen, dass mir keine saubere Aussparung im Schleiferfedermaterial gelungen ist. Der Schleifer federt so nicht mehr.

Zum Richten ist es günstig, den Federmechanismus um 90° zu drehen:

In der Position, die im Bild gezeigt ist, kann das Federblech wieder in seine ursprüngliche Form zurückgebogen und anschließend in seine ursprüngliche Position zurückgedreht werden.


Hier ist nun zu sehen, dass das Richten des Federblechs funktioniert hat, der Schleifer ist wieder gefedert. Glück gehabt.

Als nächstes werden am Motor die Litzen zur Stromversorgung angelötet und die Fahnen des Motors gekürzt. Dann wird das Schneckenzahnrad wieder eingesetzt, um den Motor im nächsten Schritte einkleben zu können.
Hierzu umwickelt man die Schnecke des Motors mit dem mitgelieferten 0,3-mm-Kupferdraht, um ausreichendes Zahnspiel zu gewährleisten. Durch die ungenaue Arbeitsweise beim Fräsen ist nun beim Kleben darauf zu achten, den Motor möglichst parallel zum Rahmen zu positionieren und gleichzeitig für Eingriff der Schnecke ins Schneckenzahnrad zu sorgen.. Als Kleber wird ein Zwei-Komponenten-Kleber verwendet. Das Bild zeigt den eingeklebten Motor.

Zum Anschluss der Leitungen wäre es besser gewesen, den Motor mit der Beschriftung nach oben einzukleben - so wie auf dem Bild, müssen sich die Litzen kreuzen.

Ist der Kleber ausgehärtet, wird durch Anlegen von Strom getestet, ob der Motor läuft und die Schnecke gut in das Zahnrad eingreift. Dann wird das nächste Zahnrad eingebaut.

Bei mir folgte eine Schrecksekunde: Nach Einbau des zweiten Zahnrades (siehe nächstes Bild), drehte der Motor nur noch mit Mühe.

Der Grund: Die Bohrung im Zahnrad war zu klein, so dass das Zahnrad auf seiner Welle nicht frei drehen konnte, sondern klemmte.

Vorsichtiges aufreiben mit einem kleinen Bohrer von Hand hat geholfen.

Nun wird die Lok wieder zusammengesetzt, wobei es ratsam ist, zwischendurch immer wieder zu kontrollieren, ob alles läuft.

Am Ende ist das Gewicht ein bisschen zu kürzen und eventuell für die Schnecke ein wenig Platz nach oben zu schaffen, damit nichts schabt und schleift, sondern die Lok leicht und mit etwas Schwung läuft.

Durch die schräge Einbauweise des Motors können die in der Anleitung vorgesehenen Arbeiten am Gehäuse entfallen. Einzig der hintere Lichtleiter muss ausgebaut werden, hier gilt es, die Teile des Lichtleiters, die in den Laternen sitzen, abzutrennen und in die Laternen zu kleben. Das ist ein wenig fummelig, hinterher sieht es aber besser aus.

Nach dem Zusammenbau fährt die Lok ein schönes Tempo (ich mag es langsam), allerdings wegen der Metallzahnräder etwas rauh. Ich habe die vordere Beleuchtung nicht wieder eingebaut, damit die Lok etwas Schwung behält. Mit Birne vorne steht sie bei Stromunterbrechung fast sofort.

Die auf dem Bild zu erkennenden zusätzlichen Litzen (z.B. vor dem Zylinder) haben mit einer zusätzlichen Stromaufnahme zu tun, die in einem weiteren Eintrag erläutert wird.

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