Ermunterung zum Gleisselbstbau in 1:160 - 26. 2. 15

Dieser Eintrag befindet sich in der Kategorie Diorama, Nenngröße 1:160
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Liebe Kollegen,

angeregt durch Beiträge in diesem Forum wie "Rambach" http://www.mobablog.info/blog.php?id=1972, die "Windschiefe Oberleitung" http://www.mobablog.info/blog.php?id=274 und nicht zuletzt den "Bahndamm mit Selbstbaugleis" http://www.mobablog.info/blog.php?id=1770 habe ich auch selbst endlich den Schritt zu einem Teststück mit Code-40-Gleis gemacht. Ich kann sagen: eine tolle Sache! Dieser Beitrag bietet inhaltlich nicht viel Neues gegenüber den vorgenannten, ich möchte meine Bilder und Erfahrungen vielmehr als eine starke Ermunterung zum Gleisselbstbau in 1:160 hier veröffentlichen.



Da es sich hier nur um ein Testdiorama handelt, habe ich die Gleise nur aufgeklebt. Daher kann ich durchgehend mit Holzschwellen arbeiten. Die Schwellen sind freihand aus einem Balsaholzbrettchen mit der Schere geschnitten. Das ganze war eigentlich als "quick&dirty" Test gedacht, ich habe (bis auf den ausgedruckten Schwellenplan) alles auf Augenmaß ausgelegt. Ich erwartete, es kommt so ein Stück Westerngleis raus. Aber man sehe selbst...



Noch ist das Gleis nur aufgelegt. Im Bild hier die Doppelschwelle, die nicht im Plan vorgesehen ist.



Der Spurkranz des Wagens nutzt die volle Profilhöhe, aber er setzt nicht auf. Allerdings ist mir der Kleber an einigen Stellen etwas unter dem Profil hervorgequellen, und sofort rattert es...



Mit diesem Gleis wirken die Fahrzeuge erst richtig groß. Ich habe bei gekauftem Material immer das Gefühl, ich betreibe ein Schmalspurnetz.



Das Ausschneiden und Aufkleben der Schwellen hat ein paar Minuten (!) gedauert. Wenn man bedenkt, was sonst an Zeit in die Ausstattung eines Moduls oder eines Dioramas fließt, ist der Gleisselbstbau wirklich kein großer Zusatzfaktor. Reden wir weiter, wenn ich die erste Weiche gebaut habe :)



Die Schwellen wurden mit dunkler Holzlasur gefärbt. Das wirkt sehr realistisch, weil die Struktur erhalten bleibt. Noch sehen die Schwellen etwas krum und schief aus.




Die Arnold-Köf liegt gut im Gleis.



Nun kommt Kleber unter die Profile und das ganze wird fixiert. Als Grundlage für die weitere Gestaltung habe ich eine Schicht Donausand aufgebracht. Dabei habe ich gleich ein geklebtes Profil aus Versehen abgerissen. Leicht ging es nicht ab, aber es ging ab. Kleben allein ist also wirklich keine Option für den harten Anlageneinsatz.



Schnell noch etwas Schotter drauf. Ich habe wieder den TT-Schotter vom Schotterdiorama http://www.mobablog.info/blog.php?id=1859 verwendet. Der ist bekanntlich zu groß, wirkt aber für meinen Geschmack besser als N-Schotter, weil er für das Auge des Betrachters nicht zu Sand verkommt.



Zum Schluss ein Detailbild vom Gleis. Dafür, dass ich hier nirgends einen Messschieber angesetzt habe, ist es erstaunlich akurat finde ich. Weiter gehts dann mit der Umfeldgestaltung.

Zusammengefasst:
- Eine Samstagnachmittagsbastelei
- Code-40-Material von http://www.mago-finescale.de/fine-scale-shop/
- Schwellen aus der Bastelkiste
- Uhu Alleskleber
- TT-Schotter von Polak
- und man kann sich selbst nicht sattsehen!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Beste Grüße
Kupzinger

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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von joka am 27. 2. 15
moin "fiete" kupzinger,

was ich da sehe ist einfach klasse. sehr real, so sah es auf den gleisen im altonaer hafenbahnhof aus. chapeau.

keine kritik, nur ein gefühl: was mir irgendwie physisch (wg der optik?!) fehlt, sind die gleishalterungen. aber zugegeben, das ist dann echte fummelarbeit in n und vielleicht den aufwand nicht wert.

über deine sehr informativen beiträge freue ich mich immer wieder sehr.

glg
jörg

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