Friederich K., alias "Kupzinger"

Mehr ->

Micro Layout „Gorse Valley“ – Teil 10: Hintergrund

Erstellt am Samstag, 14. März 2026


Hallo zusammen,

spätestens jetzt wird es im Projekt „Gorse Valley“ wichtig, sich mit dem Hintergrund zu beschäftigen. Denn die Kontur der zukünftigen Vegetation, aber vor allem auch die Farbtöne der Bodenflächen, sollten zum Hintergrund passen.

Da ich gerne fotografiere, sind meine Hintergründe fast immer ein gedrucktes Panoramafoto. Alternativ könnte man sich auch selbst künstlerisch betätigen, was besonders im britischen Modellbau weit verbreitet und teilweise sehr beeindruckend ist. Aber hier bleibe ich lieber bei meiner bewährten Technik.


EIN PANORAMA-FOTO MACHEN

Beim Selber-Fotografieren muss natürlich zunächst einmal die Jahreszeit passen. Daher galt: jetzt oder nie, denn in Kürze beginnen die Pflanzen zu sprießen, und Gorse Valley spielt bekanntlich im Winter. Vor kurzem waren wir auf einer Geburtstagsfeier in Bayern, da ergab sich die einfache Gelegenheit, winterliche Szenen ohne bzw. mit wenig Schnee als Panoramafoto aufzunehmen. Ok, Bayern ist nicht Schottland, aber damit muss ich leben…

Wenn ein Hintergrundbild fest mit der Anlage verkoppelt werden soll (also nicht nur als mobiler Hintergrund für Fotos dienen soll), ist ein guter Fit zur Höhenkontur der Anlage wichtig. Da man die Anlage selten beim Fotografieren mit dabei hat, hilft es, eine Reihe unterschiedlicher Motive und Varianten des gleichen Motivs aufzunehmen, um dann aussuchen zu können, welche am besten passt. Natürlich können mittels Bildbearbeitung noch einige Dinge nachträglich verändert werden, aber je besser das Ausgangsbild passt, umso besser. Im Falle von Gorse Valley sollte rechts die Landschaft etwas ansteigen.

Zum Aufnehmen verwende ich eine professionelle Kamera (kein Handy-Panorama), und mache Bilder, die sich um je 30…40% überlappen. Um ggf. mehr Pixel zu bekommen, kann die Kamera im Hochformat gehalten werden.
Wichtig ist, dass die Belichtung über die Breite des Bildes nicht zu stark variiert, oft streift ein Panorama Gegenlicht- und Seitenlicht-Regionen. Passendes Wetter zur Anlagenstimmung ist von Vorteil. Eine hochliegende Wolkendecke mit schwachen Konturen finde ich hilfreich. Zuhause lasse ich die Bilder dann von entsprechenden Tools zusammenrechnen. Es gibt eine Reihe von Freeware-Varianten. Im konkreten Fall habe ich aber Lightroom zur Panorama-Erstellung eingesetzt und noch eine Baustelle aus dem Bild entfernt.


DAS PANORAMA ZU PAPIER BRINGEN

Zum Aussuchen des besten Fotos habe ich 1:1 Testausdrucke mit meinem einfachen Tintenstrahldrucker gemacht und hinter die Anlage gehalten. Verschiedene Bildprogramme erlauben das Aufteilen des Ausdrucks in mehrere Teile. Ich habe mit Inkskape in PDF in der gewünschten Größe erstellt und dann den PDF Reader die Aufteilung auf mehrere Hochformat-A4-Blätter mit Überlappung berechnen lassen. So können mittels Klebestift schnell und günstig mehrere Testpanoramen entstehen.

Die hier gezeigten Bilder stammen alle noch vom Testausdruck. Den finalen Ausdruck werde ich in einem Print-Shop machen. Dabei ist wichtig, dass auf „normales“ Paper gedruckt wird, nicht auf Fotopapier. Fotopapier, egal ob matt oder glänzend, spiegelt zu stark. Das finale Bild hat dann einen besseren Kontrast und eben sichtbaren Papierkanten mehr.

Die Montage hinter der Anlage wird Thema in einem späteren Teil dieser Serie sein.
Liebe Grüße

Kupzinger


Auswahl von Hintergrundfotos
Auswahl von Hintergrundfotos
Auf dieses Bild fiel die finale Auswahl. Links wurden nach einem ersten Test noch die Bäume etwas verkleinert.
Auf dieses Bild fiel die finale Auswahl. Links wurden nach einem ersten Test noch die Bäume etwas verkleinert.
Wirkung von Gebäude, Bäumen und Hintergrund
Wirkung von Gebäude, Bäumen und Hintergrund
Ein kurzer Zug tritt auf von rechts...
Ein kurzer Zug tritt auf von rechts...
... knarzt im Leerlauf durch die Kurve ...
... knarzt im Leerlauf durch die Kurve ...
... um sich mit lautem Pfeifen dem Bahnübergang  zu nähern ...
... um sich mit lautem Pfeifen dem Bahnübergang zu nähern ...
... welcher aktuell noch keine Sicherung hat.
... welcher aktuell noch keine Sicherung hat.
Die Baumhöhe am Hintergrund ist an die Gebäude angepasst, dass diese nicht allzusehr überragt werden.
Die Baumhöhe am Hintergrund ist an die Gebäude angepasst, dass diese nicht allzusehr überragt werden.

Ø-Userbewertung: (3 Bewertungen)
© des Blogs bei "Kupzinger" - jegliche weitere Verwendung (Text/Bilder) benötigt seine Zustimmung.


Beitrag bewerten:

Nur registrierte User dürfen Bewertungen vornehmen.
Einloggen | Registrieren


Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

fine-N-scale am Sonntag, 15. März 2026
Hallo Friederich,

der Hintergrund ergänzt dein Diorama ganz hervorragend und setzt deine Modelle wunderbar in Scene. Die winterliche Stimmung kommt perfect rüber. Hier zeigt sich wieder einmal "weniger ist mehr". Gratulation auch zu dem winterlich gestalteten filigranen Baum.

Viele Grüße
Jürgen

Kommentare können nur durch registrierte User eingegeben werden: Einloggen oder Registrieren.


Weitere Beiträge von Kupzinger:
Ähnliche Beiträge:

Seitenaufrufe aktueller Monat: 304
Einloggen




Noch nicht registriert?

Hier kostenlos registrieren: