Schotterdiorama - 3. 11. 13

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Mein Projekt Karwendelbahn ist inzwischen soweit gediehen, dass es an das Einschottern der Gleise gehen kann. Da ich sehr an einer realistischen Wirkung der Gleisanlagen interessiert bin, habe ich mögliche Variationen vorher an einem kleinen Schotterdiorama getestet. Gegenstand der Untersuchung: Farben der Schwellen und Farben des Schotters.

Fest stand bereits im Voraus, dass TT-Schotter mit Korngrößen 0,3 bis 0,6 mm zum Einsatz kommen soll. Nach Erfahrungen mit maßstäblichen N-Schotter habe ich festgestellt, dass mir der eigentlich zu große TT-Schotter besser liegt, da man die Oberflächenstruktur besser wahrnehmen kann und die Korngröße besser zu den etwas zu groben Details der Peco Code 55-Gleise passt.





Das Schotterdiorama trägt drei kurze Gleise. Die Schwellen habe ich mit Akrylfarbe "Terra di Siena" (oben und mitte rechts) und "Umbra gebrannt" (unten) eingefärbt. In der Mitte links habe ich die Originalfarbe des Peco-Holzschwellengleises belassen.




Nach dem Trocknen habe ich alles mit verdünntem Schwarz lasiert und schließlich mit trockenem Weiß graniert - die klassische Vorgehensweise zum Hervorheben von Strukturen und Details.




Es hat sich bald herausgestellt, das Akrylfarben eher ungeeignet sind, da sie schlecht auf dem Schwellenmaterial haften. In der Bildmitte ist eine abgeplatzte Stelle zu sehen. Ich werde in Zukunft wohl eher "Revell"-Farben verwenden.




Beim Schottern ist ein grauer TT-Schotter von "koemo" und der braune Schotter von "Polak" zum Einsatz gekommen. Das rechte Gleis ist "neu geschottert" dargestellt und links sind ein paar Stellen ausgebessert. Das Braun des Polak-Schotters ist mir noch zu dunkel, ich habe mir darauf hin etwas Helleres bestellt. Spätestens nach dem Einschottern fällt auf, dass "Terra di Siena" etwas zu rötlich war - das sieht dann eher wie verrostete Stahlschwellen aus. Der Umbra-Ton wirkt jedoch deutlich natürlicher als das unbehandelte Peco-Gleis. Generell gefällt mir aber die "Fleckerlteppich-Optik" sehr gut - es muss nicht immer alles eintönig sein. Selbst auf dieser kleinen Grundfläche wirken die Variationen nicht überladen.




Hier nur zum Vergleich der maßstäbliche N-Schotter meiner "Minianlage" http://www.mobablog.info/blog.php?id=1722.




Noch etwas Grün, dann ist das Schotterdiorama auch schon fertig. Die Verschubfahrten können beginnen!




Aus dieser Perspektive sind noch mal die verschiedenen Schotterfarben gut zu erkennen. Leider wirkt das Gleis besonders aus dieser Perspektive aufgrund seiner Profilhöhe und -dicke immer noch eher wie ein Schmalspurgleis - hier würde nur Selbstbau mit Code-40-Material helfen.







Kleine Fahrzeuge lassen sich auf dem Schotterdiorama besonders gut ablichten.




Die Schlussfolgerungen des Experiments:
(1) Schwellenfarbe ja, nicht zu rötlich, durchaus abwechslungsreich, nicht überall gleich
(2) TT-Schotter passt gut, Polak 5482 etwas zu dunkel für meinen Geschmack
(3) Hier und dort mal mit grauem Schotter "nachstopfen"



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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von Frank S. am 4. 11. 13
Hallo Friederich

sehr schoener Vergleich. Ich teile Deine Schlussfolgerungen.

Ich muss allerdings sagen, dein >>maßstäbliche N-Schotter meiner "Minianlage"<< ist fuer meinen Geschmack viel zu fein. Der Schotter wirkt auf mich wie grober Kies. Er mag maßstäblich sein, aber mein subjektiver Eindruck ist anders - speziell im direkten Vergleich zum Test-Diorama.

Danke fuer die schoenen Bilder!

Gruss, Frank

Kommentar von Kupzinger am 4. 11. 13
Hallo Frank,

genau so sehe ich das auch. Darum jetzt TT-Schotter. Danke für den lieben Kommentar!

Beste Grüße
Kupzinger

Kommentar von eisenbahnseiten.de am 8. 11. 13
Sehr gut geschriebener Beitrag! Solche Beiträge zu speziellen Themen gibt es viel zu wenig.

Die Schotterarbeiten sehen alle klasse aus!

Grüße Andreas
http://www.eisenbahnseiten.de

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