Minianlage Teil VIII: Fliegendraht - 26. 1. 13

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Dieser Reihe von Beiträgen zeigt den Bau einer minimalistischen N-Anlage in Wort und Bild. Jeder Beitrag beschränkt sich auf einen Schritt, der in maximal neun Bildern beschrieben werden kann. Ich hoffe einige Ideen und Anregungen zeigen zu können. Viel Vergnügen beim Lesen, Anschauen und vielleicht auch Kommentieren!

Zutaten in dieser Folge:
Fliegendraht aus Aluminium
kleine Nägel
Pattex





Und weiter geht’s mit der Minianlage. Jetzt wird es langsam spannend, die Landschaftsoberfläche wird vervollständigt. Wie schon mehrmals erwähnt: es läuft auf einen Vergleich Styrodur vs. Fliegendraht hinaus, und heute kommt der Fliegendraht an die Reihe.
Zunächst einmal muss man an das Zeug drankommen. Im Baumarkt gab es im Winter keinen, aber im Eisenwarenladen ums Eck. Etwas teuer, aber für die kleine Menge die ich brauche passts. Wichtig ist, dass er aus Aluminium ist, sonst rostet er sich langsam durch die Oberfläche.




Mit einer einfachen Schere lässt sich das Gewebe leicht zerteilen. Ich habe zunächst einmal grob nach Augenmaß die zu verfüllenden Flächen ausgeschnitten.




Dann habe ich mich mit der Fixierung des Drahtgeflechts vom Anlagenrand aus nach Innen vorgearbeitet. Am Rand kommen kleine Nägel zum Einsatz, die müssen so dünn sein, dass sie das Sperrholz nicht aufbrechen.



An den Ecken kann man das Material entweder wegschneiden oder wie oben im Bild einfach abknicken. Es stellte sich nur jetzt die Frage, wie der Draht auf dem Trassenbrett befestigt werden soll. Nägel würden es hier natürlich auch tun, aber hier habe ich aufgrund seiner Verfügbarkeit im eigenen Lager festes Buchensperrholz verwendet - was ich nicht weiter empfehlen kann. Nägel hier einzuschlagen ist eine aufwändige Angelegenheit.
Interessanterweise kann man das Drahtgewebe aber auch mit Pattex festkleben. Dabei muss man natürlich aufpassen, dass noch genug Fläche für das Fixieren der Gleise frei bleibt. Wenn man mit einer Korkunterlage arbeiten will, muss es mehr sein als in diesen Bildern gezeigt.





Dazu legt man einfach eine Klebelinie und drückt den Draht kurz hinein, sodass beide späteren Klebeflächen benetzt sind. Dann ca. 5 min warten. Jetzt einfach den Draht fest auf die Unterlage pressen, ich habe die Rückseite eines Schraubenziehers verwendet. Das hält wunderbar.




Langsam entsteht so Stück für Stück die Landschaftsoberfläche. Im Bereich der Straße habe ich den Fliegendraht ebenfalls geklebt, allerdings von unten.




Im Übergang zur Hintergrundkulisse habe ich den Draht abgeknickt, so erhält er zusätzliche Formstabilität.




So schaut der linke Bereich der Anlage nun aus. Die Hügellandschaft und die Einschnittlage der Strecke sind jetzt gut erkennbar.




Der Blick von unten zeigt, dass die Drahtgeflechtmethode der "Philosophie" der offenen Rahmenbauweise eher entspricht als die Styrodurplatten. Alles ist offen und von unten zugänglich. Im Styrodurbereich ist es schon nicht mehr so einfach, eine kleine Bohrung für die Stromzufuhr der Gleise anzubringen. Ggf. geht es mit einem langen Bohrer. Das Drahtformen geht auf jeden Fall deutlich schneller als das Styrodurschnitzen.

Aber noch ist die Oberfläche nicht fertig. Sowohl links als auch rechts auf der Minianlage fehlt die Spachtelmasse. Ein fairer Vergleich der Techniken muss also auf die nächste Folge warten.

Fortsetzung folgt.


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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von AnTic am 26. 1. 13
Ein ggf. nötiges Loch für ein Kabel (auch Leuchten) würde ich von oben in die Trasse bohern. Mit einer Stricknadel ist man dann schnell durch das Styrodur durch.
Was mir am Styrodur gut gefällt, ist die Landschaftsgestaltung ohne Gips oder ähnliche Spachtelmassen.
http://album.enndingen.de/Bauphase/slides/164%20Tunneleinfahrt.html
http://album.enndingen.de/Bauphase/slides/165%20Tunneleinfahrt.html
http://album.enndingen.de/Bauphase/slides/166%20Tunneleinfahrt.html
Ich bin aber gespannt, auf Deinen weiteren Erfahrungsbericht.

Kommentar von HWST am 26. 1. 13
Hallo,
saubere Arbeit.
Ich würde den Fliegendraht mittels Tacker an den Holzleisten etc. befestigen. spart die Schrauberei und das Holz reißt nicht ein, oder splittert.
Evtl. versuchst Du dann bei der Abdeckung der Fliegendrahtlandschaft einmal auf einem Stück die Methode mittels tapentenleimgedränkten Papierschnipsel und parallel dazu mal mit Spachtelmasse etc. die Oberfläche zu gestalten. Bei der vereinfachten Papieraufklebung, so 3 -4 Schichten hast Du ein sehr stabiles und dazu leichtes Geländeteil.
Weitere Erläuterungen Bauberichte sind immer Interressant.
Grüße
H-W

Kommentar von ismael am 29. 1. 13
Hallo,

bin schon auf das Fazit gespannt! Auf jeden Fall sehr gut aufbereitet!

lg
ismael

Kommentar von Guido am 29. 1. 13
Schöne kleine Arbeit,
das ist doch mal eine Inspiration für mich.
Der nächste Winter kommt bestimmt, mal sehen ob ich auch nicht etwas kleines für mich bauen könnte.

Der Vorteil von den Platten der guten vorgeferigten Landschaft (Felsen, Steilwände etc.)
ist der Nachteil der längeren Bearbeitungszeit, bei Fliegengaze sieht das ganze dann schon andersherum aus, vielleicht solltest Du beide Varianten nicht auf links und rechts probieren, bzw bauen, sondern einen direkten Mix aus beiden.

Nun aber nicht lang aufhalten, wir warten auf den nächsten Step.

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