Minianlage Teil VI: Kleine Brücke geschreinert u. gespachtel - 18. 1. 13

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Dieser Reihe von Beiträgen zeigt den Bau einer minimalistischen N-Anlage in Wort und Bild. Jeder Beitrag beschränkt sich auf einen Schritt, der in maximal neun Bildern beschrieben werden kann. Ich hoffe einige Ideen und Anregungen zeigen zu können. Viel Vergnügen beim Lesen, Anschauen und vielleicht auch Kommentieren!

Zutaten in dieser Folge:
Sperrholz 4 mm
Innenspachtel oder Gips
Holzleim
ggf. Farbe schwarz, braun





Wie in der Einleitung geschrieben, ist ein Ziel dieser Testanlage, erste gemauerte Kunstbauten aus Sperrholz mit Gipsüberzug herzustellen. Ein Testlauf für weitere Bauten dieser Art, vielleicht auch einmal ein größeres Viadukt.
Ein sehr einfaches Testobjekt ist die Bahnunterführung im vorderen rechten Eck der Anlage. Sie besteht im Grunde nur aus zwei Bögen mit angesetzten Stützmauern. Die Grundform ist schnell auf ein Stück 4 mm Sperrholz (dünneres würde es wahrscheinlich auch tun) aufgezeichnet. Ich habe dazu ein Foto einer Unterführung, die dem entsprach, was ich im Kopf hatte, nachempfunden.







Bei Holz dieser geringen Dicke genügen ein paar kräftige Ritzer mit dem Cuttermesser, um die Form aus dem Brett herauszulösen. Als nächstes steht eine Testaufstellung auf dem Programm. Die genaue Form der Stützwände wird den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Von hinten habe ich mit etwas Kreppband die Teile aneinandergeklebt. Nachdem der Winkel bekannt war, habe ich dann die Ritze mit Leim gefüllt und das ganze erst einmal trocknen lassen.




Jetzt kommt der spannende Teil. Aus Innenspachtel, Holzleim sowie etwas schwarzer und brauner Farbe habe ich mir eine relativ feste Spachtelmasse zusammengemischt.




Zum Mischungsverhältnis kann ich keine genauen Angaben mehr machen, aber man sehe sich das Ganze auf dem Foto an…




Damit wurde dann das Holz bestrichen, ungefähr 1 bis 2 Millimeter dick. Ich habe so gut wie möglich versucht, einen gleichmäßigen Spachtelmassenauftrag hinzubekommen. Das ist vor allem an den Ecken etwas kompliziert, aber man kann sich nach dem Abbinden mit Schleifpapier helfen. Also lieber zu dick als zu dünn.







Nach dem Trocknen kann man nun die Oberflächen noch etwas planieren. Dazu ein Stück Schleifpapier um einen Holzblock wickeln und damit die Oberflächen abschleifen. Mit Lineal und Schraubenzieher bin ich dann der Fläche auf den Leib gerückt und mich in meiner ersten Mauerstruktur verwirklicht.




Um den Steinbogen möglichst plastisch wirken zu lassen, kann man die umgebene Oberfläche reliefartig abschrägen. Dann muss man nicht alles abschaben und vermeidet die Gefahr, dabei auf das unterliegende Holz zu stoßen.




So schaut die Unterführung am Einbauort aus. Gut zu sehen im Bild ist, wie die Spachtelmasse nach dem Aushärten wieder aufhellt. Das sollte man beim Farbbeimischen beachten.

Noch fehlen etwas Farbe und die Tunneldecke. Durch die Färbung der Spachtelmasse ist es nicht so tragisch, wenn an den Ecken hier und da mal etwas abbröselt. Allerdings konnte ich bisher kein "Bröselverhalten" beobachten. Die Beimischung von Leim verhindert dies scheinbar wirkungsvoll. Vielleicht liegt es auch zum Teil am verwendeten "Innenspachtel", den ich einmal für Ausbesserungsarbeiten in der Wohnung angeschafft hatte. Ich habe sogar bei einem Teil mit der Säge ein Stück abgesägt und eine extrem saubere Schnittfläche erhalten.

Das Zeug härtet allerdings extrem fest aus. Ich habe Reste auf die Stelle gegeben, wo später die Felsen entstehen sollen. Eine spätere formgebende Bearbeitung ist fast nicht möglich. Ich überlege, den Auftrag am Berg wieder abzumeißeln. Auch das Einritzen der Mauserstruktur gelingt besser wenige Stunden nach dem Spachtelauftrag, als einen Tag später.

Mit der endgültigen Farbgebung möchte ich noch warten, bis die Geländeoberfläche fertig ist. Alle Mauerteile sind gut zugänglich und können daher später bepinselt werden. Somit muss ich nicht allzu viel abkleben.


Fortsetzung folgt


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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von eisenbahnseiten.de am 19. 1. 13
Schöner Baubericht für Deine Unterführung. Es ist immer wieder erstaunlich mit wie wenig Materialien man doch sowas bauen kann! Es muß nicht immer Industrieware "von der Stange" sein.

Weiter so!

Grüße Andreas

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