Projekt: U-Anlage auf etwa 3x4m - 16. 8. 07

Dieser Eintrag befindet sich in der Kategorie Anlagenbau, Nenngröße 1:160
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Ich bin in der glücklichen Lage, ein Zimmer fast komplett für meine neue N-Anlage zur Verfügung zu haben.

Geplant habe ich eine Anlage, die sowohl Fahr- als auch Rangierbetrieb ermöglicht. Grundsätzlich handelt es sich um eine zweigleisige Rundstrecke mit einem Personen- und einem Güterbahnhof, sowie um eine Nebenbahn, die an die Rundstrecke angebunden ist.

An der Rundstrecke gibt es einen kleinen Schattenbahnhof als Mini-Zugspeicher sowie zwei Überleitungen, mit denen die Züge der Rundstrecke die Richtung wechseln können.

Die Nebenbahn wird an beiden Seiten durch Kehrschleifen abgeschlossen, im sichbaren Bereich existiert ein kleiner Kreuzungsbahnhof, im unsichtbaren Bereich ebenfalls.

Die normale Zuglänge soll bei etwa 1,30m (Lok + 7 lange D-Zugwagen) liegen, ein Zug mit 1,45m soll aber auch verkehren können (nicht in jedem Bahnhofsgleis). Kleinster Radius soll 380mm betragen, größte Steigung 2%.

Den Personenbahnhof habe ich als Kopfbahnhof geplant, der über zwei getrennte Ausfädelungen von der Rundstrecke erreicht werden kann. Damit kann einerseits ein reiner Fahrbetrieb auf der Rundstrecke realisiert werden, ohne in den Kopfbahnhof zu müssen. Andererseits kann aber auch der Kopfbahnhof ins Betriebskonzept eingebunden werden. Zum Kopfbahnhof gehören auch zwei kleine Abstellgruppen und ein BW samt Drehscheibe und Ringlokschuppen.

Der Güterbahnhof liegt direkt an der Rundstrecke, verfügt jedoch - um unabhängig vom Streckenbetrieb rangieren zu können - über eine Umfahrung durch die Gleise der Rundstrecke. Die Rundstrecke hat am Gbf Überholungsgleise und Bahnsteige für den Personennahverkehr. Ein eigenes BW Gbf hat keinen Platz, hier gibt es nur ein paar Lokabstellgleise.

Für das Abstellen aller Züge (die nicht im Betrieb sind), existiert ein Schubladenschrank und ein Bereich, in dem Züge auf die Anlage fahren können oder umgekehrt.

Landschaftlich soll der Kopfbahnhof im Innenstadtbereich, der Güterbahnhof am Rand einer Großstadt liegen. Da ich mich fahrzeugtechnisch leider nicht beschränken mag, gibt es keine klare Epochenaussage. Die damit verbundenen Kompromisse sind mir bewusst und stören mich nicht.

Die Steuerung der Anlage erfolgt auf analoger Basis, die Strecken werden über Blocksteuerungen und die Bahnhöfe teils automatisiert (Schattenbahnhof), teils über Gleisbildstellpulte bedient.

Im Folgenden gibt es die Gleispläne für die verschiedenen Etagen der Anlage zu sehen und erste Bilder des aktuellen Bauzustandes.


Die unterste Ebene (Ebene 0):

Die zweigleisige Rundstrecke inklusive der Schattenbahnhöfe sind blau/dunkelblau dargestellt. Jede Strecke hat einen dreigleisigen Schattenbahnhof.

Die Überleitungen zum Richtungswechsel sind in braun dargestellt, die Überleitung der dunkelblauen Richtung der Rundstrecke zur Nebenbahn auch in braun.

Die Nebenbahn selbst ist in violett dargestellt. Der Schatten-Kreuzungsbahnhof liegt neben den Schattenbahnhöfen der Rundstrecke. Direkt im Ausfahrbereich links des Nebenbahn-Kreuzungsbahnhofs liegt die Rücküberleitung zur Rundstrecke als einfache Weichenverbindung. Die Ausfahrt rechts führt zum sichtbaren Bereich der Nebenbahn, an deren Ende auch eine Kehrschleife liegen wird (auf Ebene 2).

An die Nebenbahn angeschlossen ist der Bereich in hellgrün, in dem die Züge auf die Bretter zur Lagerung im Schubladenschrank wechseln können. Züge, die abgestellt werden sollen, müssen also von der dunkelblauen Strecke über die Überleitung auf die Nebenbahn wechseln, dort durch die in der weiter oben liegenden Kehrschleife fahren und zurückkommen, um dann auf die Abstellgleise zu rangieren. Werden Züge aus dem Schubladenschrank in Betrieb genommen, können sie direkt über die Verbindung auf die hellblaue Strecke wechseln oder dann direkt die Überleitung zur dunkelblauen Strecke zu nutzen.


Eine Ebene drüber (Ebene 1):

Hier gibt es nur die Rundstrecke - auf dieser Ebene in grün - zu sehen. Die Strecken dienen dazu, die beiden Enden der Schattenbahnhöfe mit den beiden Enden des Güterbahnhofs und den beiden Ausfädelungen für den Personenbahnhof zu verbinden. Nicht sehr spannend.


Die zweitoberste Ebene (Ebene 2):

Die Rundstrecke ist nun rot/dunkelrot. Die Nebenbahn ist bräunlich.

Bei der Rundstrecke ist im unteren Bereich des Bildes die kreuzungsfreie Ausfädelung der Strecke zum Kopfbahnhof zu erkennen.

Bei der Nebenbahn wird die Kehrschleife verdeckt sein, der Kreuzungsbahnhof und die Strecke davor sichtbar. Vielleicht kommt noch eine Laderampe o.ä. bei der Nebenbahn dazu.


Die oberste Ebene (Ebene 3):

Die Rundstrecke ist nun gelb/orange.

Im unteren Bereich ist der Güterbahnhof mit der zweigleisigen Umfahrung und den Lokabstellgleisen (rechts) zu sehen.

Hinter der rechten Ausfahrt des Güterbahnhofs findet, da, wo das Ausziehgleis zu ende ist, die Ausfädelung der 1. Strecke in den Personenbahnhof statt. Diese Strecke umfährt das BW mit dem Ringlokschuppen (durch den schwarzen Kreisausschnitt angedeutet).

Die zweite Strecke in den Personenbahnhof kommt vor dem BW her und greift die kreuzungsfreie Ausfädelung von Ebene 2 auf.

Durch das Zwischenlegen des BW zwischen die beiden Strecken soll sich optisch der Effekt ergeben, dass zwei getrennte zweigleisige Strecken in den Kopfbahnhof einlaufen. So lässt sich ein "Durchgangsverkehr" spielen: Ein Zug kommt von Strecke 1 (hinter dem BW her), hält im Bahnhof, macht Lokwechsel (so es kein Wendezug oder Triebwagen ist) und verlässt den Bahnhof nach einiger Zeit in Richtung Strecke 2 (vor dem BW her).

Der MWB-Taurus kommt von der einen Überleitung, nutzt drei Weichen der dunkelblauen Strecke und fährt in die zweite Überleitung der Rundstrecke. Der Holzzug befährt die Kehrschleife der Nebenbahn, das Gleis vor dem Holzzug ist die Überleitung von der Rundstrecke auf die Nebenbahn.

Der D-Zug mit der 18 kommt genau wie im oberen Bild von der Überleitung der Rundstrecke zwischen hell- und dunkelblau, während die 65 mit den Doppelstockwagen die Kehrschleife der Nebenbahn benutzt. Im Schattenbahnhof der hellblauen Strecke steht eine 119 samt D-Zug. Die beiden Dieselloks rechts stehen auf einem Brett für den Schubladenschrank (hellgrüner Bereich im Plan oben).

Die 220 mit ihrem DC befährt die Überleitung zwischen hell- und dunkelblau, während ein Güterzug mit 140 im Schattenbahnhof wartet. Auf der Nebenbahn fährt ein VT95 Richtung Schatten-Kreuzungsbahnhof der Nebenbahn (von dem derzeit nur die eine sichtbare Weiche ohne Gleise existiert) und passiert gerade die Weichenverbindung zwischen Nebenbahn und Rundstrecke (von der nur die Überleitungen und 1 Schattenbahnhof existieren). Das Gleis, das vor dieser Weiche nach rechts abzweigt, geht zum Abstellbereich.

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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von HJBW am 26. 9. 07
Hallo Udo, ich baue seit Jahren auch an einer U-Anlage und habe mich deshalb sehr für dein Projekt interessiert. Du hast noch viel Arbeit mit einer solchen Anlage, aber beim Modellbau soll dir/uns die Arbeit ja auch nicht ausgehen. Bin von deiner Planung sehr angetan. Meine Frage:
Mit welchem Progarmm hast du die Gleispläne erstellt? Wäre schön wenn du mir antworten würdest. Übrigens habe ich in den letzten tagen die ersten Fotos meiner Anlage in "Mobablogs" eingestellt (Frankenland 1:160). Nach und nach sollen es mehr Infos werden, auch Gleispläne.

Danke und Gruß
Helmut (HJBW)

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