Ein Zeppelin in 1:160 - Teil 1/2 Unterbau und Halle - 17. 12. 19

Dieser Eintrag befindet sich in der Kategorie Anlagenbau, Nenngröße 1:160
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Hallo,

nachdem wir uns bei letzten Modellbauprojekt (Schiffhebewerk Henrichenburg, siehe auch mein letzter Blogeintrag) schon recht weit in Richtung Epoche I bewegten, kamen bald die Ideen für ein neues Projekt. Es galt dabei eines der beiden Wendemodule/Zugspeicher der LEMISO-Anlage zu überbauen. Ein maßstäblicher Zeppelin aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, das wär doch mal etwas. Da reichlich 3 m Länge zu überbauen waren, natürlich mit Luftschiffhalle. Die Idee: das Publikum kann über 2 Taster das Luftschiff automatisch aus der Halle aus- und wieder einfahren lassen. Erster Tastendruck- die Tore öffnen sich, Zeppelin fährt aus. Zweiter Tastendruck - das Luftschiff fährt in die Halle zurück und die Tore schließen wieder.

Also ans Werk.


Hier unsere Vision auf einer zeitgenössischen Postkarte, wie es einmal aussehen soll. Die Luftschiffhalle Baden-Oos mit einem Zeppelin. Diese Halle wurde 1910 erbaut und war 160 m lang. Somit war auch die Umrechnung in den Modellmaßstab recht einfach.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Halle demontiert. Später dann als Sägewerkshalle verkürzt und flacher in Auggen wieder aufgebaut. Dort existiert sie noch heute.
Die Wahl fiel auf die Halle von Baden-Oos, da sie von den Abmessungen noch gut passte und durch zahlreichen Abbildungen recht gut dokumentiert ist.

Hier das zu überbauende Wendemodul. Schön zu erkennen auch die Härten des Modellbaues in einer Einraumwohnung. Rechts das Bett, hinten die Werkbank, hinten rechts eine Ecke meine Heimanlage. Das Ganze aus der Küche heraus fotografiert.
Auf diesem Bild bereits zu sehen, die Linearführung. Der Zeppelin sollte nur am hinteren Ende gehaltert werden. Da hierdurch ein ziemliches Kippmoment zu erwarten ist, wurde ein großzügig dimensionierter Linearauszug verwendet.

Der Antrieb des Linearauszuges. Nach einigen Versuchen kam eine M8 Gewindestange zum Einsatz. Mit dieser sind die Schwingungen durch die frei hängende Länge noch recht gut beherrschbar. Die erreichte Geschwindigkeit kommt recht authentisch herüber und strapaziert die Geduld der Zuschauer nicht allzusehr.

Ansicht auf den montierten Ausszug. Zur Wartung kann dieser vom Modul entfernt werden.

Der überbaute Modulbereich. Zu erkennen die Halterung des Zeppelins. Endlich einmal ein simpler Landschaftsbau. Die Umgebung der Luftschiffhallen war auch beim großen Vorbild eher eben.

Das Modul mit der grundierten Landschaft. Um den Bezug zur Modellbahn nicht ganz zu verlieren, im Hintergrund ein paar Anschlußgleise. Ebenfalls einige Nebengebäude und ein Gaspeicher.

Hier das Innere der Halle. Gut zu erkennen die Fachwerkskonstuktion, welche auch im Modell so umgesetzt werden sollte. Also an den Rechner gesetzt, Vorbild recherchiert, eine Halle konstruiert und die benötigten Teile aus Karton lasern lassen.

Dar Lasermann war fleißig, hier seine Lieferung. Zu erkennen die Fachwerksträger (schwarz), Seitenwände und Bodenplatten (hell), die Ziegelausfachung (rot), Dächer (schwarz) und Fenster (grau).

Die Modellhalle während der Montage.

Und hier die fertige Halle.

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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von Martin K. am 18. 12. 19
Servus Stephan,

Respekt, tolle Idee und sehr gut umgesetzt.
Sowas schaut man sich gerne an und lässt sich inspirieren.

Grüße
Martin

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