Minianlage Teil XII: Oberflächenversiegelung - 22. 2. 13

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Dieser Reihe von Beiträgen zeigt den Bau einer minimalistischen N-Anlage in Wort und Bild. Jeder Beitrag beschränkt sich auf einen Schritt, der in maximal zehn Bildern beschrieben werden kann. Ich hoffe einige Ideen und Anregungen zeigen zu können. Viel Vergnügen beim Lesen, Anschauen und vielleicht auch Kommentieren!

Zutaten in dieser Folge:
Spachtelmasse, Gips
Kreppband zum Abkleben
Leim zum Fixieren von Mauerplatten




Langsam nähern wir uns dem Finale der Minianlage, aber es gibt trotzdem noch einiges zu tun. In dieser Folge wird die Oberfläche für eine nachfolgende Begrünung nun endgültig verschlossen, so dass keine Löcher oder Lücken mehr bleiben. Im Zuge dessen habe ich auch die Tunneleinfahrt und Unterführung endgültig fixiert. Hier wird keine aufregende neue Technik mehr verwendet, sondern nur weiter mit Spachtelmasse hantiert. Auf jeden Fall sollte man dabei die frisch geschotterten Gleise abkleben (oder später schottern), denn sonst wird’s hier und dort recht weiß, und das bekommt man sehr schlecht wieder weg.




Wie die Kommentare zu den Beiträgen gezeigt haben, gibt es offenbar verschiedene Vorlieben bei der Geländegestaltung. Ich bin offenbar ein bekennender Spachtler, andere mögen das Schnitzen aus leichteren Baustoffen lieber.




Nachdem der "Innenspachtel" ausgegangen war, habe ich es einmal mit ganz normalem Gips versucht. Wie schon in der einschlägigen Literatur nachzulesen ist, bindet Gips schneller ab. Extrem schnell. Im Gegensatz zu anderen Spachtelmassen nimmt er aber kurz vor dem Bröckeln eine Konsistenz an, die mit Knetgummi vergleichbar ist. Das ist recht praktisch, so kann man kleine Kugeln an neuralgische Stellen setzen und flachdrücken. Nacharbeiten kann man das Ganze wenig später, wenn der Gips härter geworden ist. Auf diese Weise habe ich den Bogen der kleinen Bahnunterführung innen ausgefüllt.



Außerdem ist es der Felsformation noch einmal an den Kragen gegangen. Zu Recht wurde angemerkt, dass die Felsen etwas rundlich und wenig zerklüftet wirken. Dem bin ich im Zuge der Fixierung des Tunnelberges begegnet durch zusätzliche Masseschichten.



Man kann ja im Prinzip endlos an den Felsen herumspachteln und schnitzen. Die verschiedenen Schichten sind im Bild an den unterschiedlichen Farben erkennbar: weiß ist neu, grau alt.




Der Gips ist etwas weicher und lässt sich leichter bearbeiten. Eine erste Einfärbung habe ich versucht, bin aber noch nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Was in der Bastelkiste fehlte, war die weiße Farbe. Beim Einpinseln gehen auch die Schärfe der Kanten zum Teil verloren, hier ist ein weicherer Pinsel wohl nicht schlecht.



Zum Schluss wieder ein wenig Betrieb auf der Minianlage. Der Personenverkehr auf der Strecke ist eröffnet. Die E44 eilt mit einer Garnitur Zweiachser unter dem unisichtbaren Fahrdraht dahin.



Inzwischen kann man sich schon der Illusion einer Winterlandschaft hingeben. Die Frage ist nur, wer hat das Schotterbett so fein säuberlich geräumt?



Wird fortgesetzt.

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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von HWST am 22. 2. 13
Hallo,
bei der Gips und/oder ähnlichen Spachtel/Materialauftragmethode, die ich auch bevorzuge, hättest du evtl. schon den Gips, die Spachtelmasse farblich anpassen können. Einfach in das Wasser Fassadenfarbe beimischen und fertig. Dies hat auch den Vorteil, wenn man mal etwas von der aufgetragenen Masse später entfernen möchte, ist der Auftrag weiter in der jeweils eingefärbten Gips/Spachtelmasse. Beim Einfärben sollte man allerdings nicht zu dunkel einfärben.
Bei den Vertiefungen, Risse etc. beim Felsen diesen mit wässriger dunkelgrauer Farbe einstreichen und dann mit einem Lappen diese wässrige Farbe wieder wegwischen. Es verbleibt dann nur die dunkelgraue Farbe in den Spalten. Danach mit helleren Farben bis weiß, diese Farben sehr trocken mit einem Pinsel auftupfen, bis man die gewünschte Farbgestaltung und formation hat.
Deine kleine anlage gedeiht gut und wird schön.
Grüße
H-W

Kommentar von AnTic am 28. 2. 13
Vielen Dank für den nächsten Teil deiner Doku-Reihe. Wie Du schon schreibst, ist das Spachteln dir am liebsten. Für den Styrodur-Berg ist das aber wirklich Eulen nach Athen tragen. Es gibt keine Oberflächenstruktur, die nicht auch direkt aus dem Styrodur herausgearbeitet werden kann. Eher umgekehrt, eine besonders feinrissige Struktur kann ich mir mit Gips nicht vorstellen.
http://album.enndingen.de/Landschaft/slides/236%20Stollenn.html

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