Minianlage Teil XIII: Farbe - 26. 2. 13

Dieser Eintrag befindet sich in der Kategorie Anlagenbau, Nenngröße 1:160
werbung

Dieser Reihe von Beiträgen zeigt den Bau einer minimalistischen N-Anlage in Wort und Bild. Jeder Beitrag beschränkt sich auf einen Schritt, der in maximal zehn Bildern beschrieben werden kann. Ich hoffe einige Ideen und Anregungen zeigen zu können. Viel Vergnügen beim Lesen, Anschauen und vielleicht auch Kommentieren!

Zutaten in dieser Folge:
Set Acrylfarben in der Tube
Pinsel
Tuch zum Abwischen




Aufgrund des erwähnten Mangels an weißer Farbe in der Bastelkiste habe ich mir im Künstlerbedarf ein günstiges Set mit 12 Akrylfarben besorgt. Die Farben sind in praktischen Tuben zu bekommen, was im Vergleich zu allerlei Töpfchen, Gläsern und Dosen, die ich bisher hatte, wirklich eine sinnvolle Aufbewahrungsform ist. Eine wirklich lohnende Investition. Nachdem nun also endlich dieser Mangel aufgehoben wäre, geht es den sterilen Mauerteilen und auch den weißen Kreidefelsen an den Kragen.



Auf einer improvisierten Palette kommen die Farben Weiß, Schwarz, Braun und Ocker zur Mischung. Zunächst habe ich ein helles Ocker-grau zusammengemischt, dies stark verdünnt auf die geritzten Mauerstrukturen gestrichen, und sofort wieder feucht mit einem Tuch abgewischt. Auf diese Weise treten die Vertiefungen, wo sich die helle Farbe hält, gleich besser zutage.



Bei der gemauerten Steinbrücke habe ich dann noch die verschiedenen Steine in unterschiedlichen Farbtönen herausgearbeitet. Wenn hier und da mal etwas zu kontrastreich wird, kann man das mit hellerer Farbe wieder überdecken.


Im Bereich der Felsen rät die Literatur zu einem ähnlichen Vorgehen. Zuerst ist jedoch einmal kräftiges und deckendes Grundieren angesagt. Hier lieber etwas zu hell als zu dunkel. Möglichst alle Ritzen und Spalte müssen mitgrundiert werden, damit später nirgends mehr ein unnatürlicher weißer Fleck heraussticht. Dann mit wässriger, dunklerer Mischung drübergehen und die sofort wieder abwischen, so dass die dunkle Farbe in den Ritzen zurückbleibt.



Nach dem Trocknen kann man dann mit einem Borstenpinsel etwas weiß oder beige aufnehmen, und den Pinsel dann auf einem Stück Zeitung fast ganz trocken tupfen. Mit dem fast trockenen Pinsel werden dann die Kanten der Felsen ganz leicht hervorgehoben. Vertikale Pinselbewegungen haben bei mir die beste Wirkung erzielt. Das Ganze ist wirklich kinderleicht, Akrylfarbset sei Dank.



Diese Technik des Aufsetzens von "Lichtern" ist auch an anderen Stellen der Anlage durchaus effektvoll. Ich habe Sie beim eingeprägten Pflaster der Brücke und im Bereich des Schotterbetts ebenfalls angewandt.



Das Ergebnis gefällt mir eigentlich sehr gut. Beim Nachmachen nicht erschrecken, zunächst glänzen die Gipsfelsen leicht, das vergeht aber, wenn die Farbe vollständig getrocknet ist. Das Einfärben von in Styrodur geprägten Mauserstrukturen geschieht mit derselben Technik.



Zur Gestaltung der Straßenoberfläche habe ich einen anderen Versuch gewagt: Um hier einen Farbbelag zu bekommen, der die Holzstruktur sicher verdeckt, und auch die eine oder andere Fuge im Straßenverlauf verschwinden lässt, habe ich etwas trockenen Gips mit auf die Farbpalette gegeben und schrittweise kurz vor dem Anstrich mit in die Graumischung mit eingerührt.



Aufgebracht wird die Mischung tupfend mit dem Borstenpinsel. Immer nur stückchenweise anrühren, denn der Gips härtet schnell aus. Die dadurch entstehenden verschieden dunklen Töne unterstützen eine realistische Wirkung. Durch das Auftupfen gewinnt die Straße eine Struktur, die aus meiner Sicht sehr realistisch ist.



Straße - Gleise - Brücke - Felsen, das klassische Motiv der Minianlage kurz vor dem Einzug des ersten Grünzeugs. Die Überführung ist auch schon eingefärbt und mit Abdeckungen aus dünnem Balsaholz (ein Karton hätte es auch getan) versehen. Man schaue noch einmal auf die inzwischen gewohnte Winteroptik, ab der nächsten Folge ist davon nichts mehr zu sehen.


Ø-Userbewertung: 1.5 bei 4 Bewertungen. | Zum Seitenanfang
© des Blogs bei "Kupzinger" - jegliche weitere Verwendung (Text/Bilder) benötigt seine Zustimmung.


Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von Okieh am 28. 2. 13
Hallo Friederich,
sehr realistische Farbgebung, Respekt!
Überhaupt wieder ein sehr lehrreicher Beitrag, ich bin nach wie vor dein begeisterter Leser!

LG
Heiko

Kommentare können nur durch registrierte User eingegeben werden: Einloggen oder Registrieren.


Seitenaufrufe laufender Monat: 24; Vormonat: 34; Zum Seitenanfang