Minianlage Teil XIX: Hintergrund - 17. 3. 13

Dieser Eintrag befindet sich in der Kategorie Anlagenbau, Nenngröße 1:160
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Dieser Reihe von Beiträgen zeigt den Bau einer minimalistischen N-Anlage in Wort und Bild. Jeder Beitrag beschränkt sich auf einen Schritt, der in maximal zehn Bildern beschrieben werden kann. Ich hoffe einige Ideen und Anregungen zeigen zu können. Viel Vergnügen beim Lesen, Anschauen und vielleicht auch Kommentieren!

Zutaten in dieser Folge:
Panoramafoto nach Wahl
Fotopaper A4, PC und Drucker
Doppelseitiges Klebeband




Ein wichtiger Teil des Minianlagen-Konzepts ist eine Hintergrundkulisse. Sie wird benötigt, um eine gewisse Tiefenwirkung zu erzielen und auch um den Schattenbahnhof optisch abzugrenzen. Bei einer passenden Gelegenheit hatte ich bereits ein paar Panoramabilder angefertigt, die sich als Anlagenhintergrund eignen. Daher die Idee, einen fotografischen Hintergrund zu verwenden.



Grundsätzlich gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, einen Anlagenhintergrund zu erstellen, von Fototapeten über Selbermalen bis zum selbst fotografierten Hintergrund. Das große Problem bei fotografischen Hintergründen ist die Reproduktion. Die Minianlage hat zwar nur sehr bescheidene Ausmaße, aber auch hier ist ein Ausdruck in der Größe 77 x 20 cm notwendig, den ich in der Größe zuhause nur zusammenstückeln kann. Diese Variante habe ich hier gewählt, es entstehen leichte senkrechte Striche an den Stoßkanten. Das externe Drucken kann je nach Größe recht teuer werden.



Das ausgewählte Motiv, das passenderweise einige Bäume an der durch Bäume getarnten Durchfahrstelle zeigt, passt auf drei A4-Seiten. Ein erster Versuch, auf normales dünnes Paper zu drucken, um so weniger auffällige Stoßkanten zu erreichen, schlug fehl. Das Papier hat sich beim Zusammenkleben und beim Aufziehen auf die Rückwand so stark gewellt, dass ich es wieder abgerissen habe. Daher habe ich mich dann für stärkeres Fotopapier entschieden.



Für den Hintergrund habe ich die Kulisse noch etwas erhöht. So ergibt sich auch an der Bergspitze noch eine ausreichende Höhe. Die Konstruktion der Minianlage hat den Nachteil, dass die Kulisse direkt an die Landschaftskante reicht. Ein gewisser Abstand nach Hinten wäre von Vorteil, damit Schatten von Bäumen nicht auf die Kulisse fallen, dafür ist aber bei der kompakten Anlage kein Platz. Auch beim Bau ist dies ein Problem. Der nachträgliche Einbau erfordert exaktes Nachschneiden der Landschaftskontur.



Mit dem neuen Hintergrund kommen die selbstgebauten Bäume (siehe Folge XV) wirklich gut zur Geltung.



Die durch Bäume getarnte Schattenbahnhofeinfahrt wird durch den Hintergrund auch endlich fertig. Hier sieht man gut, wie links die Tiefenillusion plötzlich abbricht. Der Baum am Bild passt größenmäßig bestens.



Die Gesamtansicht. Für eine perfekte Wirkung müsste die Kulisse eigentlich auch die Seiten abdecken, das würde aber die Einsehbarkeit zu stark einschränken. Beim Fotografieren muss ich dann einen alternativen Hintergrund bei Bildern aus Schmalseiten-Perspektive suchen.



Das inzwischen klassische Minianlagen-Motiv: Zug auf Brücke. Diesmal vor Schönwetterwolken. Das Bild ist nur mit einer Schreibtischlampe ausgeleuchtet, wodurch der Himmel etwas zu dunkel wirkt.



Bei Tageslicht sind die Verhältnisse schon besser. Hier zieht die 78er ihren Zug mit Ausflüglern aus der Großstadt durch die Hügellandschaft.



Nach der Montage der Kulisse ist eigentlich der letzte gröbere Arbeitsschritt, den Holzuntergrund anzustreichen. Eine eher dunkle Farbe, hier ein selbstgemischtes Grau, lenkt die Blicke auf die gestaltete Landschaft und weg vom Rahmen. Möchte man stattdessen die Holz-Optik bewahren, empfiehlt es sich, beim Bau der Anlage, vor allem beim Begrasen, den Rahmen abzukleben. Ich habe dies nicht getan daher ist hier und da einiges an den Seiten heruntergelaufen.

Fortsetzung folgt.


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Folgende Kommentare wurden hinzugefügt:

Kommentar von AnTic am 19. 3. 13
Vielen Dank für den weiteren gelungenen Beitrag.
Die Blattübergänge sieht man kaum, dennoch mit einem günstigen Digitaldruck vom CopyShop (ca. 10 Euro) wäre das sehr gut gewählte eigene Fotomotiv ohne Kante zum Einsatz gekommen.

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