Baustelle auf dem Dachboden 5 - 8. 4. 16

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In diesem Bericht möchte ich über die Entstehung der Ortschaft berichten. Sie ist als herausnehmbares Modul konzipiert ist. Bei einer Länge der begrenzenden Schenkel von 125 x 154 cm sollte die Konstruktion also möglichst leicht sein. Ähnlich einer Zimmertüre mit einem Wabenkern aus Papier / Pappe besteht Die Grundkonstruktion aus zwei Sperrholzplatten (6mm) und einem dazwischen geleimten Rahmen aus Leisten. Die Ortschaft liegt an dem in einer weiten Kurve ausgeführten Bahnhof. Die Krümmung wurde zuerst vermessen. Die verschiedenen resultierenden Messpunkte wurden auf eine Sperrholztafel übertragen. Den natürlichen Bogenverlauf konstruierte ich mit Hilfe einer aufgeleimten Kiefernleiste (5x5 mm). (Hölzerne Spline - Interpolation). Die Kontur fräste ich mit einem Anlauffräser. Auf der Basis des ersten Werkstücks fräste ich in gleicher Weise die zweite Trägerplatte. Der Rahmen besteht aus Kiefernleisten 20 x 10 mm. Die Leisten sind ineinander gesteckt. Die Verbindungsknoten verstärkte ich mit Dreiecksleisten. Den Anpressdruck beim Verleimen lieferten Pflastersteine (30 x 30 x 10 cm).
Den Verlauf der Straßen entwickelte ich aus den zur Probe aufgestellten Gebäuden (Vollmer, Auhagen, Faller). Die Trassen sägte ich aus 4 mm Sperrholz heraus. Die Abfälle verwerte ich bei der Herstellung der Hausgrundstücke. Da in der Natur nichts topfeben ist erhielte die Straße ein Höhenprofil mit leichten Steigungen. Die Steigung orientiert sich an den Möglichkeiten der Modellgebäude. Diese besitzen keinen Keller. So das die Steigung durch die Höhe des Mauersockels und der Eingangstreppe begrenzt ist. Damit steht jedes Haus auf einer eigenen Plattform. Gehwege aus Polystyrol Platten (Auhagen) wurden an die straßenseitigen Hauszugänge angepasst. Selbstklebende Straßenfolie mit Pflasterdekor (Noch) klebte ich zwischen die Gehwege. Die Höhe der Bordsteinkante entspricht damit in Etwa dem Vorbild.
Damit das Modul leicht abzunehmen ist gibt es nur einen 8-piligen DIN Stecker auf der Rückseite. Die gesamte Verdrahtung verschwindet im Modul. In Abweichung zur regulären Montagereihenfolge wurden alle optischen Effekte, wie Hausbeleuchtung, LED (Gehäusetyp 0402) beleuchte Autos im Eigenbau, Straßenbeleuchtung (Viessmann) vor der Dekoration des Geländes montiert.
Um Gewicht zu sparen besteht die restliche Geländehaut aus einer Unterkonstruktion aus Wellpappe, bei der schmale Stege die Abdeckung stützen. Eine Heißklebepistole leistet hier gute Dienste. Eine dünne Gipsschicht bildet die endgültige Geländekontur auf der dann Tiefgrund und die Grundfarbe aufgebracht wird.
Den Übergang zwischen Modul und Anlage bilden Anschlussstücke. Das Modul wird sozusagen eingesetzt. Die Kontaktflächen wurden bewusst nicht rechtwinklig zur Anlagenhorizontalen ausgeführt. Damit rutscht das Modul von oben etwas formschlüssiger in seine Position.
Die Grasnarbe kommt aus dem elektrostatischen Belflockungsgerät (Grasmaster). Die Fasern habe ich aus den verschiedensten Produkten, nicht ganz wahllos, zusammengemischt. Der Versuch, den Beflockungsleim durch Abkleben aus den Gehwegen rauszuhalten, misslang wegen der Kapillarwirkung regelmäßig. Mit Wattstäbchen wischte ich das Gröbste weg um dann verbleibende Fehler mit Farbe zu korrigieren. Bäume, Sträucher, Hecken stammen von den bekannten Firmen (Heki, Busch, Noch, Faller). Der Baumbestand soll den Eindruck einer in die Natur eingebetteten Ortschaft vermitteln. Diesbezüglich informierte ich mich generell über die Höhe von ausgewachsenen Bäumen in der Natur, die 40 m hoch werden können. Seitdem verbaue ich Bäume aus dem HO - Programm.
Nachdem mir die Übergänge zwischen Anlage und Hintergrund nicht so recht gefallen haben, baute ich nachträglich die im Halbrelief aufgebauten Häuser der Firma Faller an. Die Stadttore kaschieren zwei Straßenenden. Eine Zeile aus 4 Häusern bildet den Übergang des Bahnhofsareals zum Fotohintergrund.
Fertig ist das Ganze aber immer noch nicht:
Verschiedene Gebäude stammen noch aus meiner Jugendzeit. Den Plastikglanz werde ich mit Farbe beseitigen. Die Dächer sind zu monochrom. Verwitterungsspuren fehlen. Gärten sind anzulegen. Es fehlt an Bevölkerung, Straßenschildern, Bänke, Blumenkästen vor den Fenstern. Vorschläge nehme ich gerne entgegen.

Die Bauzeit betrug bisher 7 Monate













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