Baywa Lagerhaus Eigenbau in N, Teil 1 - 22. 1. 14

Dieser Eintrag befindet sich in der Kategorie Modelle, Nenngröße 1:160
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Hallo im Blog,

als "alter" N-Bahner mit H0-Intermezzo und Rückkehr vor etwa zwei Jahren lese ich hier schon lange Zeit mit...

Ein Baywa-Lagerhaus sollte es werden für die im Entstehen begriffene N-Anlage. Da sich manch einer fragen wird "hä, wieso gibt es doch schon", ein paar klärende Vorworte dazu. Es gibt das sicher ganz hervorragende Pola-"Monster", inzwischen bei Faller gelandet. Gut maßstäblich, ich habe den Bausatz sogar hier im Regal liegen, man kauft ja immer auf Vorrat und weiß erst hinterher, daß man es eigentlich nicht braucht;-). Schönes Teil, aber es soll nur eine Kleinanlage 110x70 cm mit ländlichem Charakter werden. Und da ist der Bausatz einfach "overkill". Was sonst so an möglichen Bausätzen durch die Herstellerlisten geistert, ist entweder landschaftsbezogen nicht geeignet, aus "Urzeiten" mit wenig maßstabsgerechter Umsetzung, halt eben irgendwie alles nix. Halt, doch... - MBZ, Thomas Oswald, hat da doch ein hervorragend geeignetes Modell? Jo, aber... - Verwaltung und Lagerhaus fast 90 Euro, Lieferfähigkeit steht in den Sternen (Lagerhaus bei Conrad mal als lieferbar, die Verwaltung in der Versenkung verschwunden...) und im Endeffekt muss man vieles selbst nacharbeiten am Lasercut-Bausatz, was man bei Eigenbau dann eben sowieso macht.

Also gleich Eigenbau, nur woher Vorbild nehmen? Die Anlage soll grobumrissen Franken in den 60ern darstellen (jo, ich habe das Thema nicht gewechselt, nur die Spurweite *lach*) und jetzt "mal eben" für Recherche vom Ruhrpott nach Franken, das ist bäh. Aber da war doch was, Miba vergangener Zeiten, hier 07/74, Baywa Lagerhaus Fachwerk "Bruck am Forst", das ist es, was ich will;-)... - Also frisch ans Werk, Zeichnungen rauskopiert, auf 1:160 gebracht, die Originale waren halbe H0-Grösse, also 1:174. Dann rein ins Vektor-Zeichenprogramm, Pläne für die Wände, das Fachwerk erstellt... - und schon mal Material verschiedenster Coleur zusammengetragen.

Ein Bild mit erstem Blick auf den "Arbeitsplatz" mit Material und Werkzeug, im Anfangsstadium wohlgemerkt, inzwischen ist sowohl Werkzeug, wie Arbeitsmaterial erheblich angewachsen. Man kann schon mal einen Blick auf die Zeichnung des, wenn es werden wird, Endproduktes werfen;-). Die Kopie aus der Miba wollte ich aus Urheberrechtsgründen dann doch lieber nicht reinsetzen...

Die erstellten Vorlagen für die Seitenteile habe ich dann auf 190er Brunnen Zeichenkarton, erhältlich als Block, ausgedruckt, macht der Drucker noch gut mit, ist mit Skalpell und Abbrechklingenmesser gut zu schneiden und es ist schon einigermaßen stabil für einen ersten Überblick.

Die ersten Seitenteile entstehen, die Kartonseitenteile werden ausgeschnitten und verstärkt mit dickem Karton, wie er zum Beispiel an den Rückseiten eben jener Blocks oder auch beliebiger Zeichenblöcke zu finden ist. Btw ein Tip dazu, dieser Karton hat zwei verschiedene Seiten, eine rauhere und eine glattere. Die rauhe Seite ist gut dazu geeignet, nach Behandlung mit Farbe in Spur N optisch einwandfreien Putz abzugeben.

Natürlich gibt es schon die ersten Flüche "worauf hab' ich mich nur eingelassen", Fachwerk in dieser Bauweise ist eigentlich eher was, für jemanden, der Vaddern und Muttern erschlagen hat *g*. Aber ich denke, der Eindruck auf späteren Bildern unterstreicht den Lohn der Mühe. Entgegen vieler Fertigbausätze ist hier tatsächlich der Putz höher als das Fachwerk! Es gibt da auch ein gutes Standardwerk in Buchform "Bedal - Fachwerk in Franken", das ich mir natürlich vorher besorgt hatte.

Nun also erst mal zum "Grundstock" des Bauwerkes, dem Erdgeschoß; man kann schon sehr gut auch die stumpf verklebten Kanten erkennen, sie werden verspachtelt, verschliffen und eventuelle noch vorhandene kleinere Unebenheiten verdecken später die Fallrohre. Alles noch "reine Pappe", ein Werkstoff, mit dem ich gerade in Spur N schon seit Jahren gute Erfahrungen mache.

Nachdem das Erdgeschoß grob fertig ist, es fehlen natürlich noch Feinheiten, wie der Mauersockel, der erst später angebracht wird, geht es in die Höhe.
Hier an den beiden Bildern erkennt man auch sehr schön, wie das Fachwerk eigentlich entsteht. Die "Holzbalken" entstehen aus Evergreen-Profilen, in mühsamer Kleinarbeit auf den zuvor ausgeschnittenen Grundkarton aufgeklebt.

Die Farbgebung erfolgt mit entsprechender Acrylfarbe. Das "Inlet" entsteht dabei in praktisch umgekehrter Bauweise, die Zeichnungen mit dem Fachwerk werden ein zweites Mal ausgedruckt, auf stärkeren Karton geklebt, die Sichtseite schon mal mit entsprechender Farbe eingefärbt, hier Plaka-Weiß. Nach dem Trocknen ist jetzt das Fachwerk auf der Rückseite aufgezweichnet und mittels Ausschneiden an den entsprechenden Linien und dem Einfärben der Kanten, ebenfalls mit dieser Farbe müssten bei genauem Arbeiten die Teile "seitenverkehrt" genau ins Fachwerk passen;-). Dass da so manche Nacharbeit oder auch mal eine Zweitfertigung des einen oder anderen Putzteiles nötig war, kann sich so mancher denken...

Nachdem auch die Giebelwände in entsprechender Weise gebaut wurden, geht es so langsam an die "Vereinigung" der diversen Bauschritte. Der Siloturm muss entsprechend ins Gebäude, natürlich darf auch der erhöhte Güterboden nicht fehlen, die Möglichkeit der Inneneinrichtung, sowie die später vorgesehene Beleuchtung erforden einen entsprechenden Unterbau.

weiter geht es demnächst im zweiten Teil...

Grüße
Roland












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